Abschied vom Sommer
Nachdem ich eine Weile gegangen bin, setzte ich mich an den Rand einer kleinen Brücke, um das Hereinbrechen der Nacht zu beobachten. Immer wieder machten fallende Eicheln von einem nahegelegenen Baum auf sich aufmerksam. Ein Wanderer huschte in der Dämmerung über die Brücke und grüßte freundlich. In der Ferne sah man die Lichter der Stadt angehen, aber das Licht des Mondes war, trotz bewölktem Himmel, wesentlich heller. In einigen Tagen ist Vollmond. Der Gedanke, eine Wanderung bei Vollmond zu machen, reizt mich immer wieder besonders.
Einen solchen Abend würde ich gerne mit einem lieben Menschen erleben, der auch manchmal in die Stille der Natur entflieht.
Sonntag morgens um 7:30 Uhr klingelte der Wecker und ich war noch gar nicht ausgeschlafen. War ich doch erst am Vorabend kurz vor Mitternacht vom Kunden gekommen. Da waren dann bis zwei Uhr nachts einige Vorbereitugnen zu treffen: Strecke heraussuchen, Schlauch flicken usw.
Die Reparatur war leider nicht von langer Dauer, der Mantel war einfach hinüber. Mangels Ersatz machte ich einen Knoten in den Schlauch und stopfte ihn in den 13 mm breiten Mantel hinein. Kräftig aufgepumpt, gab es bei jeder Umdrehung einen kleinen Ruck, was ich aber ignorierte, da ich nur noch heimkommen wollte.
Ich wanderte also barfuss an der Straße entlang. Der heiße Asphalt brannte an meinen Füßen. Trotzdem war es herrlich, die Natur zu genießen: Den Wald zur rechten, dessen Bäume an einigen Stellen Schatten auf den Weg spendeten, die Wiesen gegenüber, mit unterschiedlichen Farbtupfern durch die bunten Blüten.
Die Zeit verging schnell, nach 20 min. Wandern kam das erste Auto. Ich steckte den Daumen aus, um zu trampen. Überraschenderweise hielten die beiden jungen Männer an, um mich mitzunehmen. Ich durfte hinten neben dem jungen Mädchen sitzen, die mir erst jetzt auffiel. Der Wagen hatte einen Anhänger mit Motorrad und wir holten sogar mein Rad ab, um es dazu zu stellen. Endstation war Dieterdorf, wo wir vor einem Cafe anhielten.
Zurück auf der Landstraße ging ich dorfauswärts, um erneut zu trampen. Es begann zu donnern. Als die ersten Regentropfen fielen, befürchtete ich schon, dass es wieder eines der Gewitter der letzten Tagen geben würde. Nach einer halben Stunde hielt ein kleiner, schwarzer Golf an. Der ganze Wagen war voll mit Plunder, auch der Beifahrersitz war mit einem Kindersitz belegt.
Ein paar Meter weiter führte ein Bahnübergang über die Hauptstraße. Die Schranken waren geschlossen, da ein Zug kam, und drei Autos warteten. Der letzte war ein Oldtimer: Triumph 2500. Zwei junge Kerle in rotem T-Shirt saßen darin. Ich redete sie durch das offene Fenster an. "Ja, sie fuhren in meine Richtung, aber nur in den Vorort." Optimal, dachte ich, genau richtig, besser könnte es gar nicht kommen. Ob sie mich mitnehmen könnten? "Ja" war die etwas zögerliche Antwort. Also stieg ich ein. Der Triumpf fuhr ziemlich schnell, dafür brauchte er auch 17 l. Was ich aber lernte war, dass ein Oldtimer nur € 83.- Steuern im Jahr kostet, und ähnlich wenig Versicherung. Da konnte man schon mal etwas mehr Sprit verbrauchen.
Wie klein die Welt doch ist. Die beiden Jungs hatten vor drei Wochen den gelben DAF von meinen Nachbarn gekauft. 250m vor meiner Wohnung ließen sie mich heraus. Mit beflügeltem Schritt schaffte ich auch noch die letzte Strecke.
Das Abholen des Rades mit dem Auto ging reibungslos. Die Frau in Dietenhofen meinte, ich könne jederzeit wiederkommen. Sie spielten gerade "Mensch-Ärgere-Dich-Nicht". Mit einem Schmunzeln hörte ich, wie gerne sie spazieren gehe + dass sie auf jeden Fall heute noch etwas machen werde. Auf dem Rückweg gönnte ich mir dann ein Eis bei der "besten Eisdiele in der Umgebung".
Wieder ein winterlicher Morgen. Der Boden war fest gefroren und die Luft war bitterkalt. Dennoch war es wunderschön zu sehen, wie die Sonne langsam am Horizont aufging. War gestern nicht schwimmen, da ich Angst hatte, mich wieder zu erkälten. Habe stattdessen am Computer scrollbare iFrames programmiert. Kam nicht ganz so hin, wie ich wollte, aber es passte schon.
Mit dem Ziel „Heroldsbach“ im Hinterkopf führte mich ein wunderbarer Weg. Der Dechsendorfer Weiher war spiegelglatt zugefroren. Als ich versuchte, mit dem MTB auf das Eis zu fahren, brach es mit lautem knacken unter mir weg. Das Hinterrad vom MTB verrutschte auf dem Eis + ich machte einen unfreiwilligen Spagat. Um den eiskalt wehenden Windstößen auszuweichen, fuhr ich in den geschützten Wald. Überall nutzten die Waldarbeiter den sonnigen Tag und grüßten sogar freundlich.
Vor Heroldsbach wehte ein eisiger Wind. Hinter dem Ort ging es lange bergauf. Oben fand ich eine Quelle, die von einem über einem Meter hohen Eisblock eingerahmt war - Foto anbei. Manchmal erinnerte mich die Natur an eine Alpenwanderung.Bin frustriert + traurig,
Nach dem Frühstück setzte ich mich auf´s Rad, um in´s Büro zu fahren. Da ich am heutigen Tag gut ausgeschlafen hatte, war es bereits 10:30 Uhr. Leider muss ich bei der Kälte noch immer sehr zurückhaltend mit dem MTB-Training sein, damit meine Bronchitis richtig auskuriert wird. Es erwartete mich ein wunderschöner, sonniger Tag mit knapp unter 0 Grad. Auf den Wiesen schimmerte nur an einigen Stellen das grüne Gras durch den gefrorenen Reif hindurch. So ließ ich mich von dem wunderschönen Wetter zu einem Spaziergang verführen.
Es erinnerte mich an meinen Aufenthalt in der Türkei, wo ich vor knapp 30 Jahren, stundenlang, in Gedanken versunken, am Mittelmeer-Strand spazieren ging. Genauso wie damals schaute ich in´s Wasser nach Fischen, konnte aber keine entdecken. Kein Wunder bei den Temperaturen, im Warmen fühlen sich die Fische auch wohler.Ich gestehe:

Ihr Lieben,

Leider mussten meine Kollegen heute, am Samstag, ohne mich das Radtraining machen, da ich von einer Erkältung starke Gliederschmerzen hatte. Trotzdem zog mich das wunderbare Wetter heraus, und so bin ich nachmittags 3 Std. alleine Pilze suchen gegangen.




Wollte schon immer einen "Neigungstest" machen; zufällig auf SMappy.de gestoßen und folgendes Ergebnis bekommen:
Schon morgens war ein wunderbarer, klarer Himmel und die Sonne schien wieder strahlend hell, auch wenn es recht frisch war. Den ganzen Tag verbreiteten die Strahlen Wärme und gute Laune. Ich habe mich schon riesig auf´s Radeln gefreut. Ausnahmsweise schon etwas früher aus dem Büro abgedüst + mich auf´s RR geschwungen. Noch Kurz bei meinem Radkumpel Rüdi vorbeigefahren, aber der war zu schlapp und meinte, es sei zu windig.



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